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Abend mit Fingerspitzengefühl
Schné-Ensemble begeisterte Publikum
„Ich ernähre mich von Gefühlen, weil ich das am besten kann“, heißt es im Refrain des Liedes „Fingerspitzengefühl“, das aus der Feder der jungen Hamburger Singer-Songwriterin Schné stammt und zum Repertoire des Schné-Ensembles gehört, einer Musikerformation, die seit Herbst 2007 besteht und die sich seitdem bereits einen guten Namen gemacht hat. Dies ist allerdings kein Wunder, da sich zu der bezaubernden Schné fünf hochkarätige Musiker aus der Klassik-, Jazz- und Rockszene in dem Sextett vereinen. Vier von ihnen bilden den festen Kern der Band „Mellow Melange“, die seit 1996 für virtuose, anspruchsvolle und abwechslungsreiche Musik bekannt ist. Komponist und Violinist Ingo Höricht, Kontrabassist und Sänger David Jehn, Pianist Michael Berger und Multitalent an Blasinstrumenten Matthias Schinkopf finden sich neben ihren vielen weiteren Projekten immer wieder zu Auftritten und CD-Aufnahmen als „Mellow Melange“ zusammen. Als Gastmusikerin unterstützt sie dabei häufig Mariska Nijhof, die auch im Schné-Ensemble mit ihrem hinreißenden Akkordeonspiel unverwechselbare Akzente setzt. In einem mitreißenden Konzert in der Lebensgemeinschaft Johannishag erlebte das Publikum mit der gefühlvollen und spannungsreichen Musik des Schné-Ensembles einen Abend, der Ohren, Augen und besonders das Herz berührte. Eine erfrischend natürliche Schné, der man, wie auch ihren Mitspielern, die Freude am Live-Konzert anmerkte, brillierte mit der Wandelbarkeit ihrer klaren Stimme. Getragen wurden ihre Darbietungen, in denen Jazz und Chansons im Vordergrund standen, von der Klangvielfalt der Instrumente und von den beeindruckenden Gesangsstimmen David Jehns und Mariska Nijhofs. Vorgestellt wurde den vielen Zuhörern, der Saal im Johannishag war gerappelt voll, Eigenkompositionen in Deutsch, Französisch und Englisch von Schné und Ingo Höricht sowie von Höricht vertonte Texte von Brecht und Kästner. Dass es überhaupt zu dem musikalischen Genuss in Meinershagen kommen konnte, ist Carolin Hupfer, Mitarbeiterin des Johannishag, zu verdanken. Sie hatte das Ensemble in Grasberg live erlebt und angefragt, ob die Musiker bereit wären, in der Lebensgemeinschaft zu spielen. Eine spontane Zusage bescherte den vielen Konzertbesuchern einen unvergessenen Abend und den Musikern riesigen Beifall. Diana Beyer (11.2.2009 - Marktplatz Osterholz)